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Wenn der alte Therapieplan nicht mehr greift – mein Weg aus der tiefen Erschöpfung


Nachdem sich mein Gesundheitszustand erneut drastisch verschlechtert hatte, wandte ich mich 2014 an die Nachfolgerin meiner früheren behandelnden Ärztin. Relativ schnell zeigte die Blutuntersuchung: Diesmal war nicht – wie früher – der EBV-Virus das Problem. Stattdessen deutete vieles darauf hin, dass die Spike-Proteine des Covid-Virus eine entscheidende Rolle spielten.

In der Hoffnung, an frühere Erfolge anzuknüpfen, griffen wir zunächst auf meinen alten Therapieplan zurück. Ich begann wieder mit Katzenkralle, Banderol und verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln. Diese Kombination hatte mir in der Vergangenheit geholfen – doch diesmal blieb jede Verbesserung aus.

Mein Zustand verschlechterte sich massiv. Es gab Tage, an denen ich nicht einmal die Kraft hatte, mir selbst eine Mahlzeit zuzubereiten. Duschen ohne Unterstützung war unmöglich. Ich verbrachte bis zu 22 Stunden täglich im Bett, schlief extrem viel und selbst der Blick aus dem Fenster überforderte mich. An manchen Tagen schaffte ich es nicht einmal, die Wohnung zu verlassen, um bewusst 100 Schritte zu gehen. Mein Leben spielte sich nahezu ausschließlich im Liegen ab.

Die Wende kam schließlich eher durch Zufall. Ich stieß auf einen Therapieansatz mit sogenannten Nikotin-Clustern. Parallel dazu begann ich mit der IHHT-Therapie – einer Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie, bei der man im Wechsel sauerstoffangereicherte Luft und sauerstoffreduzierte Luft, wie sie in größerer Höhe vorkommt, einatmet.

Diese Kombination führte überraschend schnell zu einer deutlichen Verbesserung. Ich gewann spürbar an Kraft zurück und kam Schritt für Schritt wieder auf die Beine. Dennoch war es kein sofortiger Durchbruch – auch nach der ersten Stabilisierung brauchte es Zeit, Geduld und viele kleine Schritte, um weiter voranzukommen.

Rückblickend war diese Phase eine extreme Herausforderung. Sie hat mir gezeigt, wie schnell sich das Leben verändern kann – und wie wichtig es ist, offen für neue Wege zu bleiben, wenn bewährte Strategien plötzlich nicht mehr greifen.

 
 
 

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