Das Nervensystem regulieren – raus aus der Dauer-Alarmbereitschaft
- joergzenkel
- 14. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Nachdem es gelungen war, meinen Zustand mithilfe einer IHHT-Sauerstofftherapie (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie) und unterstützend mit Nikotinpflastern zu stabilisieren, wurde mir ein zentraler Zusammenhang immer klarer:
Wenn der Körper durch anhaltende immunologische Prozesse – wie sie manche Menschen nach Infektionen erleben – dauerhaft in Alarmbereitschaft bleibt, steht auch das Nervensystem unter permanentem Stress. Der Sympathikus ist ständig aktiv, der Organismus befindet sich im „Fight-or-Flight“-Modus.
Gerade wenn das Immunsystem durch fortlaufende Reizweitergaben – etwa durch verbleibende Spike-Protein-Belastungen – immer wieder aktiviert wird, entsteht eine Art Dauer-Alarmzustand. Das betrifft nicht nur das Immunsystem selbst, sondern auch das autonome Nervensystem.
Die Folgen können sein:
anhaltende innere Unruhe
reduzierte Regenerationsfähigkeit
erhöhte Stressreaktion
erschwerte Stabilisierung des Gesamtzustandes
Deshalb wurde mir klar: Ein überaktiviertes Nervensystem muss aktiv ausreguliert werden. Denn nur wenn der Körper aus der Daueranspannung herauskommt, kann sich auch das Immunsystem nachhaltig stabilisieren.
Vagusnerv und Atmung als Schlüssel
Ich begann mich intensiv damit zu beschäftigen, wie man über gezielte Atmung den Vagusnerv stimulieren kann – also jenen Teil des Nervensystems, der für Ruhe, Regeneration und die Aktivierung des Parasympathikus zuständig ist.
Durch bewusste Atemtechniken und vagale Reize kann das Gleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus wiederhergestellt werden. Ziel war es, den Körper Schritt für Schritt aus dem permanenten Alarmmodus zu führen und wieder mehr innere Stabilität zu schaffen.
X plus 1 – Schritt für Schritt zurück ins Leben
Nach neun Monaten war es schließlich möglich, von Mai bis Juli 2025 eine zweimonatige Wiedereingliederung zu absolvieren und anschließend in meinen alten Beruf zurückzukehren.
Der entscheidende Gedanke dabei war: immer X plus 1.
Nicht alles auf einmal.Nicht der große Sprung.Sondern jeden Tag ein kleiner, machbarer Schritt mehr.
Seit Juni werde ich in der Basefive in Innsbruck ganzheitlich betreut – mit Physiotherapie, Personal Coaching, Gruppenkursen und Ernährungsberatung. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, um Regeneration und Immunstabilität gezielt zu unterstützen.
Heute zeigt sich deutlich: Es ist das Zusammenspiel vieler kleiner Bausteine.Die IHHT-Therapie, die Atemarbeit, das Training, die Ernährung – und die Bereitschaft, konsequent den nächsten Schritt zu gehen.
Heilung ist kein einmaliges Ereignis.Sie ist ein Prozess der Regulation.Und manchmal beginnt sie damit, dem ganzen System wieder Sicherheit zu geben.
.png)



Kommentare